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Zwischen Traum und Wissenschaft
Aspekte zum Zeitalter der Romantik
der Stiftung Fürst Pückler Museum - Park und Schloß Branitz und der Kulturlandkampagne
Brandenburg 2002 e. V.
11. bis 13. Oktober 2002
Freitag, 11.
Oktober ( Musikzimmer in Schloß
Branitz)
18.00 Uhr Begrüßung durch den Direktor der Stiftung, Herrn Berthold Ettrich,
Inszenierung der Carl Blechen Grundschule: „Eine Begegnung mit Carl Blechen“
Prof. Dr. Helmut Börsch-Supan: Festvortrag zur Eröffnung der Tagung,
anschließend Rundgang durch die Ausstellung „Romantische Pfade – Wege,
Landschaftsbilder, Inszenierungen“.
Samstag, 12.
Oktober 2002, HS 3 der BTU Cottbus,
9.00 Uhr
Begrüßung durch den Präsidenten der BTU, Herrn Prof. Dr. Ernst Sigmund und die Vorsitzende der Carl Blechen Gesellschaft, Frau Beate Schneider.
Romantik – Kunst –
Moderne ( Moderation: Beate Schneider)
PD Dr. Hans Friesen, Oldenburg: „Das Erhabene in der romantischen Kunst am Beispiel von C.D. Friedrichs Seelandschaft“
Prof. Dr. Peter Vignau-Wilberg, München: „Die Fresken der Casa Bartholdy – eine neue Aufgabe nazarenischer Kunst“
Dr. Perdita von Kraft, Cottbus: „Gegen das Romantisieren. Kunst und Leben 200 Jahre nach der Romantik“
Pause
Reisen und
romantisches Technik- und Landschaftsempfinden
(Moderation: Carola Muysers)
Dr. Ulrike Wulf-Rheidt, Cottbus: „’O schöner belohnender Anblick’. Forschungsreisende auf den Spuren der Antike“
Prof. Dr. Werner Lorenz, Cottbus: „Laptop im Chiton – Klenzes Walhalla“
Dr. Axel Klausmeier, Cottbus: „’Ein Tag in Potsdam.’ Reisen – Spielen – Erinnern.“
Mittagspause
Dr. Barbara Baumüller, München: „Johann Georg von Dillis – Die Kurierreise von 1812 in Briefen und Federzeichnungen“
Dr. Günter Dinhobl, Wien: „’Ich fuhr meistens auf der Plattform.’ Eisenbahntechniker aus dem Kaisertum Österreich berichten von ihren Studienreisen“
Pause
Frauenkonversation
und Emanzipation (Moderation: Burchard
von Braunmühl))
Beate Schneider, Dipl.Mus., Cottbus: „’Herzensgute Schnucke’ - Biographische Notizen über die Fürstin Lucie von Pückler“
Dr. Carola Muysers, Cottbus: „Professionalisierung „auf der Galerie“, die Künstlerin Dorothea Stock im Gespräch mit Johanna von Schiller“
Dr. Petra Dollinger, München: „Romantik in und um Berlin, im Spiegel von Salons und anderen Zirkeln“
Abendveranstaltung
Podiumsdiskussion
"Romantik und Gegenwart" 20.00 Uhr (Ort: Stadthaus am Altmarkt,
Cottbus) mit Vertretern aus Politik,
Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur.
Sonntag, 13. Oktober
2002, HS 3 der BTU Cottbus, 9.00 Uhr
Familie – Leben –
Stadt (Moderation: Barbara Baumüller)
Prof. Dr. Magdalena Droste, Cottbus: „Die Erfindung des Wohnens“
Prof. Heinz Nagler, Cottbus: „Die Stadt und die Romantik“
Dr. Stephan Poser, Cottbus: „Geistererscheinungen, Kunstfiguren und Maschinen. Schaustellerei der Romantik“
Steffen Krestin, Dipl.Hist., Cottbus: „Von der Romantik zur
Industrialisierung. Cottbus
im
S c h l u s s d i s k u s s i o n
nachmittags:
„Romantik am
verlorenen Ort“
Romantische Erinnerungsmotive im ehemaligen Tagebau von Pritzen. Erörterung der Kunstobjekte der Internationalen Land-Art Biennalen von 1993 und 1995,
Führung durch Frau Dr. Baumüller.
Tagebauaussichtspunkt Weltzow Süd.
Für die Anfahrt (etwa 30 km südl. von Cottbus) sind mehrere Privat-PKWs notwendig.
Organisationskomitee
-Prof. Inken Baller, Vizepräsidentin der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus,
Telefon 0355/69 2142
-Beate Schneider, Carl Blechen Gesellschaft e. V., c/o Stiftung Fürst-Pückler-Museum
Park und Schloß Branitz, 03042 Cottbus, Telefon 0355 / 75 15 227.
www.Carl-Blechen-Gesellschaft.de.
-Dr. Barbara Baumüller (Wissenschaftliche Beirätin), Telefon 0355/69 3124 (BTU Cottbus)
und 089/419 29 465 (privat), mail: Barbara-Baumueller@web.de
Veranstaltungsorte
Freitag, 11. Oktober 2002: Auftakt im Musikzimmer von Schloss Branitz (ab 18.00 Uhr)
Samstag, 12. Oktober 2002 und Sonntag, 13. Oktober 2002: Wissenschaftliche Vorträge im Hörsaal 3 der BTU (ab 9.00 Uhr)
Tagungsbüro
Bis einschließlich 11. 10. 02 in Schloß Branitz (Tel.Nr.: 0355/75 15 227)
Ab 12. 10. 02 im Foyer von Hörsaal 3 der BTU
Teilnahmegebühr
Es wird keine Teilnahmegebühr erhoben
Anfahrtspläne nach
Cottbus und an die BTU und Lageplan für HS 3
siehe www.tu-cottbus.de
Anmeldung:
Bitte direkt bei der Carl Blechen Gesellschaft, Telefon: 0355/75 15 227,
auch unter: bschneide.forst@t-online.de
Information und Kontakt
-Carl Blechen Gesellschaft (Beate Schneider)
c/o Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz, 03042 Cottbus, Telefon: 0355/7515 227
-Lehrstuhl Kunstgeschichte der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus
(Dr. Barbara Baumüller) 03046 Cottbus, Telefon 0355 / 69 3124 oder 089 / 41929 465
Unterkünfte
CottbusService, Berliner Platz 6 / Stadthalle, Zimmervermittlung@cmt-cottbus.de ,
Telefon: 0355 / 75 420
Fax 0355 / 7542 455
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Informationstext für die
Presse
Von Freitag, den 11. Oktober 2002 bis Sonntag, den 13.
Oktober 2002 wird die Brandenburgische Technische Universität Cottbus
in Zusammenarbeit mit der Carl Blechen Gesellschaft e.
V., der Stiftung Fürst Pückler Museum - Park und Schloß Branitz
und der Kulturland-Kampagne Brandenburg 2002 eine Tagung mit dem Titel
Zwischen Traum und Wissenschaft
Aspekte zum Zeitalter der Romantik
veranstalten.
Ort dieser Tagung werden das Fürst Pückler Schloß in
Branitz und die Brandenburgische Technische Universität Cottbus sein.
Die ersten Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts wurden mit
den unterschiedlichsten Epochenbegriffen belegt. So sprach man sowohl von der
Zeit der Spätaufklärung oder des Klassizismus als auch von der Zeit des
Biedermeier und der Romantik oder auch des „Sturm und Drang“ und der
Restauration.
Vor allem die Zeit nach den Befreiungskriegen war
geprägt von großen und einschneidenden Umbrüchen. Es formierten sich die
Nationalstaaten und in den großen Städten emanzipierte sich das Bürgertum. Eine
neuartige und ganz individuelle Gefühlswelt prägte Literatur, Musik und die
bildenden Künste. Den Naturwissenschaften wurde ein zuvor so nicht bekannter
Stellenwert zugewiesen und gleichzeitig erblühte die Sehnsucht nach
Vergangenheit und Geschichte.
Während einerseits der persönliche Rückzug nach
veränderten Wohnwelten verlangte, befriedigte andererseits eine gesteigerte
Reiselust die kaum stillbare Neugierde nach arkadischer Harmonie und
malerischer Landschaft.
So wird sich die Cottbuser Tagung in verschiedenen
Sektionen z.B. mit dem gesellschaftlichen Leben im Zeitalter der Romantik und mit
dem Bild der Stadt im frühen 19. Jahrhundert befassen. Eine weitere Fragestellung
dient der sich nun ändernden Position der Frau; eine Wandlung, geprägt durch
ein gesteigertes Kommunikationsbedürfnis und belegt durch eine Vielzahl von Briefen,
Tagebucheinträgen oder durch die Bildung von bürgerlichen Salons als Orte des
Gesprächs und des kulturellen Austausches.
Weiterhin soll das Verhältnis von Mensch und Technik
im frühen 19. Jahrhundert hinterfragt werden. Ein neu angebrochenes
Maschinenzeitalter prägte sowohl die Architektur als auch die Alltagskultur.
Unter den Bildkünsten war es vor allem die Malerei,
die besonders in Deutschland die Sehnsucht nach geschichtsträchtiger Erzählung
oder nach bedeutungsschweren Inhalten erfüllte. Für den reisenden Künstler oder
den in der Malerei dilettierenden Bürger bedeutete z.B. eine Landschaftsskizze
einer malerischen italienischen Partie eine Reiseerinnerung, durchaus
vergleichbar mit der heutigen Urlaubsfotografie. Hier setzt dann auch die Frage
ein, in wieweit die heutige moderne Landschaftsmalerei noch ganz der Tradition
der romantischen Malerei des frühen 19. Jahrhunderts verpflichtet ist.
Den entsprechenden Abschluss der Tagung
wird eine Exkursion in die Tagebaugebiete der Lausitz bilden. An diesen „verlorenen Orten“ sind vor etwa
zehn Jahren eine Reihe von Landschaftskunstwerken mit großartiger Erzählkraft
und durchaus „romantischem“ Empfinden entstanden.
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