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P R E S S E I N F O R M A T I O N
Die CARL
BLECHEN Gesellschaft und
die Varnhagen Gesellschaft laden
ein zur Goethe-Matinee
Sonntag, 28.
August 2005, 11.00 Uhr, im Musikzimmer Schloss Branitz

Kein "Marmorbild
anstatt des Lebens"?
Rahel
Varnhagens Salon als Zentrum des Goethe-Kults in Berlin
Ein Vortrag zu Goethes Geburtstag, verbunden mit Rezitationen aus Briefen
und Tagebüchern aus dem Varnhagenschen Kreis. Er war der erste, der vom
"Goethe-Kult" sprach und den Dichter einen "Dichterfürsten"
nannte; die Gründung einer Goethe-Gesellschaft und das Projekt eines Weimarischen Lexikons scheiterten an der
kleinlichen Bedenkenträgerei seiner Epoche: Karl August Varnhagen von
Ense (1785–1858), Ehemann der Salondame Rahel Levin (1771–1833), pflegte
das ehrende Andenken Goethes in der Tradition der jüdisch-deutschen Salons,
die dem Dichter in Berlin huldigten. Dazu gehörten Besuche von Theaterpremieren,
produktive Lektüre des Wilhelm-Meister-Romans,
geselliges Feiern von Gedenktagen und die Unterstützung der jungen Goethe-Philologie.
"Marmorbild anstatt des Lebens, Tempeldienst anstatt vertraulichen
Umgangs" bei der Beschäftigung mit Leben und Werk großer Geister
lehnte Varnhagen ab. Rahel, Goethe, Varnhagen – zu diesem Trio gehört
Fürst Pückler-Muskau als viertes Kleeblatt. Vor 275 Jahren, im Spätsommer
1830, ließ Goethe sich zur Würdigung der Briefe
eines Verstorbenen bewegen: durch Varnhagen, den Redakteur der Jahrbücher für wissenschaftliche Kritik,
der sie an gleicher Stelle rezensierte.
Dr. Nikolaus Gatter (Köln), Vorsitzender der Varnhagen Gesellschaft e.
V., liest gemeinsam mit der Autorin und Übersetzerin Angelika Mensching-Oppenheimer
(Hamburg).
Der Eintritt beträgt 2 EURO. Für Mitglieder ist der Eintritt frei.
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